Grenzgängerbewilligung / Aufenthalterbewilligung

Wie werden Sie Grenzgänger/in / Aufenthalter/in?

Grenzgängerbewilligung (Ausländerausweis Braun/G)

Aufenthaltsbewilligung (Ausländerausweis L oder B)

Drittausländer

Verlängerung der Grenzgängerbewilligung

Bewilligungsverfahren


Wie werden Sie Grenzgänger/in / Aufenthalter/in?

Wenn Sie in Deutschland wohnen und zur Arbeit in die Schweiz pendeln, sind Sie ein/e Grenzgänger/in. Hierzu benötigen Sie eine Grenzgängerbewilligung.
Alternativ kann auch eine befristete Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz erteilt werden (Arbeits- und Wohnort in der Schweiz). Es gibt kurzfristige (bis 18 Monate = L-Ausweis) und langfristige (fünf Jahre = B-Ausweis) Bewilligungen. Nach mindestens 5-jährigem Aufenthalt kann auch eine unbefristete Niederlassungsgenehmigung (C-Ausweis) erteilt werden.


Grenzgängerbewilligung (Ausländerausweis Braun/G)

Die Arbeitsbewilligung (Grenzgängerbewilligung) wird in der Regel von Ihrem neuen Arbeitgeber beantragt. Ob Sie eine Bewilligung erhalten, hängt nur von formalen Voraussetzungen ab (Arbeitsplatz CH, Wohnort EU, Nationalität EU). Die Behörden stellen diese Bewilligung in der Regel für fünf Jahre aus. Sie sollten die Grenzgängerbewilligung und Ihren gültigen Personalausweis stets bei sich tragen und auf Verlangen der schweizer Grenzpolizei oder der Zollbehörde vorweisen können.

Die bilateralen Verträge sehen für Staatsangehörige der EU-EFTA-Staaten mehrere zeitliche Stufen der Freizügigkeit vor. Bereits mit Inkrafttreten des Abkommens zur Personenfreizügigkeit (01.06.2002) haben sich gegenüber der früheren Praxis für Grenzgänger einige wesentliche Erleichterungen ergeben. Die wichtigsten Punkte sind:

  • Es genügt die einmalige wöchentliche Rückkehr vom Arbeitsort zum Wohnort (früher täglich). Damit ist es also auch möglich, als Grenzgänger in der Schweiz eine Wohnung oder ein Zimmer zu haben, ohne dass man dafür eine Aufenthaltsgenehmigung braucht (sogenannte Grenzgänger mit Wochenaufenthalt).
  • Eine bestimmte Frist (früher sechs Monate), in der man im Grenzgebiet gewohnt haben muss, gibt es nicht mehr.
  • Es gilt geographische und berufliche Mobilität (es sind also auch Stellen- und Kantonswechsel ohne neue Genehmigung möglich). Die Mobilität gilt für alle Nachbarstaaten!
  • Es gibt ein Recht auf Zugang zu einer selbstständigen Erwerbstätigkeit.


  • Aufenthaltsbewilligung (Ausländerausweis L oder B)

    Die Aufenthaltsbewilligung kann von Ihrem Arbeitgeber oder von Ihnen selbst beantragt werden, zuständig sind die Migrationsämter der Kantone. Wenn Sie einen unbefristeten Arbeitsvertrag haben, wird in der Regel die fünfjährige Daueraufenthaltsbewilligung (B-Ausweis) ausgestellt. Bei befristeten Stellen/ Saisonbeschäftigungen kommt auch eine Kurzaufenthaltsbewilligung (L-Ausweis) infrage.

    Veide Ausweise können beliebig oft verlängert bzw. umgewandelt werden. Sie berechtigen zum Nachzug nicht erwerbstätiger Familienangehöriger.

    Gegenüber EU-Bürgern gibt keinen "Inländervorrang" mehr, d.h., dass z.B. jeder Deutsche sich gleichberechtigt um jede Stelle in der Schweiz bewerben kann und die Bewilligung nicht mehr von einer Prüfung des Arbeitsmarktes abhängt.

    Die Grenzzonen in Deutschland und der Schweiz sowie die Kontingente für Aufenthalter sind seit dem 01.06.2007 entfallen. Das bedeutet, dass auch weiter entfernt in Deutschland lebende Personen jetzt Grenzgänger werden können.
    Auch ist die Erteilung von Wohn-/Aufenthaltsbewilligungen in der Schweiz zahlenmäßig nicht mehr begrenzt.

    Seit 01.06.2014 gilt der unbeschränkte freie Personenverkehr gemäß EU-Recht. Die neuen Beitrittsländer seit 1.1.2005 (Polen, Tschechien, Ungarn, etc.) sind seit dem 1.5.2011 auch in die Personenfreizügigkeit aufgenommen, Rumänien und Bulgarien seit 2016. Für Kroatien gilt noch eine Übergangsfrist bis 2020.


    Drittausländer

    Personen anderer als deutscher Nationalität mit Wohnsitz in Deutschland können grundsätzlich ebenfalls eine Grenzgängerbewilligung erhalten. EU-Staatsbürger sind gemäß Personenfreizügigkeitsabkommen gleichberechtigt, andere Nationalitäten unter der Voraussetzung, dass ihre Aufenthalts- bzw. Arbeitsberechtigung in Deutschland nicht eingeschränkt ist. Die schweizer Behörden können allerdings Einschränkungen für bestimmte Nationalitäten vorsehen. Genaue Auskünfte im Einzelfall erteilen die kantonalen Ausländerämter bzw. Fremdenpolizeibehörden.


    Verlängerung der Grenzgängerbewilligung

    Die zuständige kantonale Behörde ermöglicht Ihrem Arbeitgeber, vor Ablauf des bewilligten Zeitraumes ein Verlängerungsgesuch zu stellen. Wird dem zugestimmt, erhält Ihr Arbeitgeber von der kantonalen Fremdenpolizei die verlängerte Bewilligung.


    Bewilligungsverfahren

    Für die Zuständigkeit der Behörden und für das Bewilligungsverfahren ist der Kanton entscheidend, in dem Ihr zukünftige Arbeitgeber seinen Sitz hat.


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